Onlineveranstaltung am 16.09.2021 10:30 – 15:30 Uhr
In einem Gespräch mit Frau Dr.in Maria Alexopoulou

Wir befinden uns mitten in einer pluralen Gesellschaft. In den Nuller Jahren verfestigt sich auch im Politischen das Selbstverständnis Deutschlands als „Einwanderungsland“. Wahr ist dabei aber auch: Die heutigen Partizipations- und Repräsentationslücken zeigen auf, dass die im Grundgesetz verbürgte Chancengerechtigkeit oft nicht erfüllt wird: Der migrantischen Normalität und der pluralen Verfasstheit unseres Grundgesetzes steht dabei teilweise ein gesellschaftliches Meinungsbild entgegen, welches entschieden antiplural ist. Menschen erfahren strukturelle Ausschlüsse und begegnen teils offenem Rassismus.

Wie steht es daher um unser „Migrationswissen“? Wie stark beteiligen sich Menschen mit „Migrationsgeschichte“ in Gesellschaft und Politik und welche Chancen und Herausforderungen bestehen dabei? Welchen Realitäten geben wir Raum und welche Perspektiven lassen wir außen vor? Und welche Rolle nimmt dabei die Politische Bildung ein? Wir blicken gemeinsam auf Zahlen, Daten, Fakten sowie die dahinterliegende(n) deutsche(n) Geschichte(n).

Frau Dr.in Maria Alexopoulou

Zum Gast:

Dr.in Maria Alexopoulou arbeitet am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Ihr Hauptinteresse gilt der Frage, wie rassistisches Wissen in Institutionen, Strukturen, Diskursen und Mindsets in demokratischen und sich als anti-rassistisch verstehenden Gesellschaft(en) tradiert, reproduziert und neu produziert wurde, damit persistierte und immer wieder die Grundlage gesellschaftlicher Verwerfungen wurde und wird. 

Die Veranstaltung richtet sich an alle engagierte Menschen, die sich im Feld der politischen Bildung bewegen oder zukünftig bewegen wollen.